Bauwagen für Waldkindergarten

Mobiler & autarker Waldkindergarten Bauwagen

Ein wunderbares Wagenprojekt beginnt: 

Waldkindergartenwagen für ca. 24 Kinder mit Erzieher/innen. 

Nachdem letzte Woche das Fahrgestell für den Waldkindergarten-Wagen eingetroffen ist, starten wir diese Woche gleich mit dem Wandaufbau.

Der Aufbau hat eine stattliche Größe von ca. 9,00 m x 2,31 m. Wände, Boden und Dach werden isoliert, damit eine Ganzjahresnutzung möglich ist.  

Die letzten Details bezüglich autarker Versorgung (Strom durch PV-Anlage, Gasheizung und Wasserkreislauf) werden diese Woche noch mit der Gemeinde besprochen und festgelegt.


Aktuelle Infos über den Waldkindergartenwagen

Dienstag, 21. November 2017

Wir haben den Waldkindergarten „Albwusler“ in der Gemeinde Lichtenstein besucht und nochmals eine Geräteeinweisung mit der Erzieherin vorgenommen. Sie erinnern sich? Ein Wagen mit 9,00 Meter Länge durfte in diesem Jahr von uns gefertigt werden. Der Wagen steht nun sehr schön auf einer Anhöhe auf seinem Platz, hübsch angelegt vom Bauhof der Gemeinde. Der Wald grenzt unmittelbar an. Die Erzieherinnen haben den Wagen mit den Kindern bereits der Jahreszeit entsprechend mit Gegenständen aus dem Wald verziert. Die Komposttoiletten sind in den beiden separaten WC-Häuschen untergebracht.

 

Mittwoch, 20. September 2017

Kleine Abänderungen in der Möblierung wurde noch im Innenausbau vorgenommen. Um besseren Zugriff zu den Lichtschaltern sowie größere Schubladen zu montieren, haben wir statt dem geplanten Seitenregal, ein Hochregal über das Eck eingepasst. Zugunsten eines breiteren Standplatzes für die kleine Sitzbank, haben wir die Eingangstüre ein bisschen verschoben. Mehr auf Bauwagen für Waldkindergarten.

 

Freitag 8. September 2017

Der 9 Meter lange Waldkindergartenwagen ist bis auf ein paar Kleinigkeiten fertig, auch die Innenrichtung. Unser Schreiner Chris fertigt gerade noch den Zugang zur Hochebene und muss die Bodenleisten noch anbringen. Für kommenden Montag sind die letzten Arbeiten an der Gasleitung eingeplant, hier folgt dann noch die Gasprüfung. Im Laufe der nächsten Woche wird dann die elektrotechnische Abnahme erfolgen, worauf wir dann den Termin mit dem TÜV für die Abnahme lt. § 13 vereinbaren können. Der Wagen wird demnach in ca. zwei Wochen abholbereit sein. Nachdem der TÜV den Wagen abnimmt.

 

Freitag, 25. August 2017

Der Waldkindergartenwagen mit der beachtlichen Länge von 9,00 Metern hat inzwischen seine äußere Dachhaut aus beschichtetem Alublech im Stucco-Design erhalten. Das Regenwasser läuft über eine kleine Dachrinne ab. 

Die Fenster sind bereits gesetzt, der Kunde wünschte einen Anstrich in einem warmen Orangeton. 

 

Im Innenbereich wird eine Kuschelecke mit Hochebene für die Kinder eingebaut. Hier können sich die Kleinen zurückziehen, ein Buch anschauen oder ungestört mit Puppen oder Stofftieren spielen. Auch ein kleines Mittagsschläfchen kann dort gehalten werden. Den Blick nach draußen gewähren die Festverglasungen in jeder Ebene.

Auch die Verkabelung für die Stromversorgung und die Vorrichtungen für die Steckdosen sind bereits verlegt. Unser Chris ist gerade dabei, die Möbel, welche passgenau für den Wagen berechnet wurden, fertig zu stellen. Freuen Sie sich auf weitere Fotos, hier entsteht ein kindgerechter Wagen, der auch den Erzieherinnen genügend Platz für Ihre Vorbereitungen bietet.

 

Sonntag, 6. August 2017

Der Wagenbau geht voran, mittlerweile wurde die Dachhaut aufgebracht. Die verleimten Dachbögen formen das Dach, und dienen als Auflage für die Innendecke sowie den isolierten Dachaufbau. Der künftige Wagenbesitzer hat sich eine orange-gelbe Farbe als Ausschmückung für die äußere Dachuntersicht, die Fenster, Eingangstüren und Eckpfosten ausgesucht. Volle Harmonie mit der Lärchenaussenverkleidumg!

Mittwoch, 2. August 2017

Der Wagenbau für den Waldkindergartenwagen beginnt. 

 

Donnerstag, 27. Juli 2017

Das Fahrgestell mit der Pritschenlänge von 9 Meter ist soeben bei uns eingetroffen. 

Presseartikel vom Reutlinger General Anzeiger

Weg frei für einen Waldkindergarten (GEA am Sonntag, 6. August)

 

Das Thema Wald von einer ganz anderen Seite betrachtet, das stünde jetzt mal auf der Tagesordnung des Lichtensteiner Gemeinderats, fand Bürgermeister Peter Nußbaum. Doch die vom Gemeinderat jetzt beschlossene Einrichtung eines Waldkindergartens hat mit dem Gemeindewald sicher eins gemein: das Defizit. Deshalb stimmte Rolf Goller (SPD) als Einziger gegen das Vorhaben.

 

Draußen sein und etwas erleben. In Lichtenstein gibt es bald einen Waldkindergarten. Das beschloss jetzt der Gemeinderat. Draußen sein und etwas erleben. In Lichtenstein gibt es bald einen Waldkindergarten. Das beschloss jetzt der Gemeinderat. FOTO: dpa

Er verwies dabei auf ein Schreiben des Landratsamts, in dem die Gemeinde aufgefordert wird, angesichts der angespannten Finanzlage alle Freiwilligkeitsleistungen zu überprüfen. Zuvor hatte der Gemeinderat ausgiebig vor allem über die Standortfrage diskutiert. Und sich dabei mehrheitlich für die Platzierung des Bauwagens in der Nähe des Holzelfinger Ameisenlehrpfads im hinteren Manental entschieden. 

 

Mitte des vergangenen Jahres hatte der Gemeinderat die Verwaltung beauftragt, die Einrichtung eines Waldkindergartens zu prüfen. Beatrice Herrmann, Leiterin des Amts für Familie und Bildung, legte jetzt das Ergebnis vor. Und noch bevor das Projekt überhaupt spruchreif ist, hat sie schon 13 Anmeldungen vorliegen: »Waldkindergärten liegen im Trend«, erklärte Herrmann. Die Gemeinde möchte mit dieser Form ihr Angebot bewusst erweitern. Und das begrüßten die Fraktionen grundsätzlich. Auch Susanne Kromer (OGL), die gleichzeitig aber auch darauf hinwies, dass der Waldkindergarten nicht die bestehenden Platzprobleme in der Ganztagesbetreuung löse. »Das ist ein Angebot, für Eltern, die das wollen«, der Waldkindergarten könne keine Gruppe ersetzen, bestätigte Beatrice Herrmann. Gleichwohl würde durch die Verlagerung sicher der eine oder andere Platz in den Kindergärten frei.

 

Bis zu 20 Kinder sollen von 7.30 bis 13.30 Uhr im Waldkindergarten unterkommen. Als möglichen Standort für den Bauwagen hatte die Gemeinde die Plätze im hinteren Manental und in der Nähe der Schutzhütte auf dem Kalkofen vorgeschlagen. Nach ausführlichen Vorgesprächen mit dem Forst seien nur diese beiden Standorte übrig geblieben, erklärte Herrmann, das sei den vielfältigen Vorbedingungen geschuldet. So müsse der Bauwagen in einem naturnahen Forst stehen, der leicht erreichbar und öffentlich zugänglich sei. Der Platz darf weder in einem Naturschutzgebiet noch in einem Biotop oder in der Kernzone des Biospährengebiets liegen, keine Hauptverkehrsstraßen in der Nähe haben, muss eben sein und weder von Hunden oder Wandern bevölkert werden. Aufgrund dieser Vorgaben seien quasi alle Flächen im Tal herausgefallen, so Herrmann weiter. 

 

Eben dies hatte Susanne Kromer auch kritisiert. Ihr liegen die beiden übrig gebliebenen Standort zu weit weg vom Zentrum. Die Eltern würden, trotz des geplanten Shuttlebusses, ihre Kinder doch öfters bringen. Ihre Anregung, nicht allein auf einen Waldkindergarten zu setzen, sondern auch die Einrichtung eines Naturkindergartens, der dann auch im Tal liegen könnte, zu prüfen, verhallte aber im Gremium. Das entschied sich letztlich mehrheitlich für den Standort im hinteren Manental. Der Ort sei auch im Notfall schnell erreichbar, das Tiergehege sei in der Nähe und läge weit weg von der Straße, fasste Wilfried Schneider (FWV) die Vorteile zusammen. 

 

»Das Konzept ist entscheidend, und das kann nur die Gemeinde machen«, betonte Alfons Reiske (SPD). Er unterstützte damit den Vorschlag der Verwaltung, dass die Gemeinde, zumindest in der Startphase, die Trägerschaft des Waldkindergartens übernimmt. »Wir müssen die Initialzündung geben«, hatte Nußbaum erklärt. Nicht oft, aber das gebe es schon, dass nicht die Eltern, sondern eine Kommune den Waldkindergarten trage, hatte Herrmann auf einen Einwurf von Susanne Kromer betont. Die OGL-Rätin hielt es für zwingend notwendig, dass eine Elterninitiative dies übernimmt.

2,5 Stellen eingeplant

 

Einig waren sich Verwaltung und Rat, dass ein Waldkindergarten ein weitaus größeres Engagement der Eltern braucht, deshalb soll auch versucht werden, eine Initiative anzuschieben. »Natürlich betreten wir Neuland und brauchen die Unterstützung«, so Nußbaum. Alfons Reiske hätte dann auch noch gerne gewusst, »was uns das Ganze kostet?« Genau könne man das noch nicht sagen. Für den 8 mal 2,50 Meter großen Bauwagen seien im Haushalt 50 000 Euro eingeplant. Für das zweite Halbjahr sind 2,5 Stellen im Haushalt veranschlagt. Denn mit dem Start des neuen Kindergartenjahrs soll der Waldkindergarten öffnen. Bis dahin soll auch das pädagogische Konzept für die Einrichtung ausgearbeitet sein. (GEA)